Szenische Lesungen  begleitet vom Saxophon bis zum Cello

Nicht nur als Sprecher von Hörbüchern, ist Günter Barton ein leidenschaftlicher Vorleser
von literarischen Texten, deren Inhalte er mit szenischen und musikalischen Elementen ergänzt.

Referenzen (Auszug)

  • Montreal/Kanada (Goethe Institut)
  • Heinrich Böll Stiftung Potsdam
  • Gastspieltour vom Bodensee zum Ammersee
  • Chalet Suisse, Berlin
  • Restaurant Tucher am Tor, Berlin
  • Bürgschaftsbank Berlin

Auf besonderen Wunsch können Sie  Ihren persönlichen Lieblingsautoren
als Lesung oder auch als Hörbuchproduktion buchen/bestellen.
Kontaktadresse: guenterbarton@aol.com


„Blaue Nacht„
Theaterstück nach Texten von Wolfgang Borchert 1921-1947
Besetzung: GünterBarton (Schauspiel u. Gesang)
Sonny Thet (Cello)


So oder so ist das Leben
Satirisch – musikalisches Kaleidoskop Berlin- Wien


Einmischung erwünscht!

Auftragsarbeit  für die Heinrich Böll-Stiftung „ Einmischung erwünscht „ eine Heinrich Böll Lesung
Erinnerung an Heinrich Böll
Eine Lesung mit Günter Barton (Schauspieler) und Lars Stoermer (Musiker)


"Was beliebt, ist auch erlaubt" Wilhelm Busch „ 1832 - 1908
Flöten,  Dudelsack und Drehleier werden gespielt von  Jens Lindenberger

In Zeiten des Krieges
Konzeption und Texte : Georg Achim
Szenische Lesung: Günter Barton


„Blaue Nacht „                                                                                                     >> 

Impressionen von Wolfgang Borchert


Der sensible Beobachter Wolfgang Borchert hat den Schauspieler Günter Barton und
den Cellisten Sonny Thet zu einem Theaterabend inspiriert, der unsden so scheinbar
bekannten Autor von einer bisher unbekannten Seite zeigt.

In einer symbiotischen Beziehung mit der Musik wird das facettenreiche Schauspiel von
dem Darsteller Barton virtuos in Szene gesetzt. Die Kompositionen von Sonny Thet
(Kambodscha/Berlin) und Stefan Levin (Stockholm) bringen uns den jungen
Wolfgang Borchert für einen Lichtblick in die Gegenwart.

In der Szene „ Die Hundeblume „ sehen wir  den Gefängnisinsassen mit der Nummer 432.
Im Knast erlebt er eines der „ tollsten Abenteuer „ wie er selbst beteuert, „ sich selbst zu
begegnen „. Er erzählt seinen Alltag, wo die einzige Abwechslung der tägliche Rundgang im
Gefängnishof ist. Hier entdeckt er eine „ Hundeblume „, die Symbol seiner ganzen Sehnsucht
wird, bis er sie schließlich pflücken kann. Zurück in der Zelle, lässt ihn die  Blume alles vergessen
was ihn belastet.

Die anschließende Szene erzählt  den filigranen Lebenspfad Wolfgang Borcherts. Flüchtige,
zwischenmenschliche Begegnungen paaren sich mit widersprüchlichen Lebensgefühlen.
Auf einer fantastischen Ebene werden unbelebte Wesen belebt, deren Protagonisten eine
Mauer und der Wind sind.

Mit den variantenreichen Kompositionen begleitet und erzählt das Cello die von dem
Darsteller gespielten, gesungenen und geflüsterten Erlebnisdichtungen Wolfgang Borcherts.

Schauspiel, Gesang und Blues Harp: Günter Barton
Cello:  Sonny Thet

Komposition: Stefan Levin, Sonny Thet
Musikalische Leitung : Stefan Levin

Licht und Kostüm: Ursula N. Müller
Künstlerische Leitung: Dr. Marc Altmann
Realisation und Regie: Günter Barton
              

www.guenterbarton.de
www.sonnythet.de

www.stefanlevin.com

www.unmueller.de
www.ansi-lumen.com/Marc



So oder so ist das Leben                                                                                  >>     


Wie schade, dass man die Herren Qualtinger, Kreisler, Grünbaum, Farcas, Kästner und Tucholsky
nicht gemeinsam an einem Wiener oder Berliner Kaffeehaustisch zu einem Gespräch versammeln kann.

Wie würden  Sie uns wohl heute mit Ihren sprachlichen Spitzfindigkeiten den gesellschaftlichen Spiegel
vors Gesicht halten. Was für ein Genuss könnte es doch sein, wie sie die aktuellen sozialpolitischen
Tagesthemen literarisch verdichten würden.Nun, was hat sich verändert seit Ihren künstlerischen Schaffensjahren?

Die Antwort gibt uns der Darsteller Günter Barton, der diese „verschmitzten, hellsichtigen Persönlichkeiten“
mit seiner szenischen Lesung an einem Tisch vereint:

Da sehen wir z.B. einen  Mann, Künstler von Beruf, mit einem Kopfverband, der über die Mücken  räsoniert,
und sich die Frage stellt  „Wie  Kunst entsteht „ und fest davon überzeugt ist,  dass die Serviererin Monika
Ihn lieben muss und nicht seinen Freund Truffaut.

Ein typischer Wiener erklärt uns welchen Sinn es macht seinem Beruf als „Eckensteher“ nachzugehen und
dies mit der größten Selbstverständlich. Denn jede Ecke hat Ihre Aufgabe, Ihre Menschen und Ihre eigene
Philosophie.

Ob es nun die Relativitätstheorie von Einstein ist eine Minute lang auf einer heißen Herdplatte oder auf
dem Schoß der Sitzkassiererin zu sitzen; oder die Sinnfrage eines kleinen Jungen nach den Löchern im
Käse,... es sind alles Geschichten von Menschen, die uns täglich begegnen, von denen wir vielleicht nichts
wissen oder möglicherweise auch nichts wissen wollen.

Das Ideal und die Wirklichkeit sehen eben doch anders aus.

Was diese Sehnsüchte bewirken und auslösen können, dass erzählen uns der in Berlin lebende Schauspieler
und Sänger Günter Barton und der Saxophonist Lars Stoermer aus Hannover:  www.larsstoermer.com



Einmischung erwünscht! Erinnerung an Heinrich Böll                                       >>
Eine Lesung mit Günter Barton (Schauspieler)
und Lars Stoermer (Musiker)


Anlässlich des 20jährigen Bestehens der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg laden wir Sie herzlich
zur Lesung „Einmischung erwünscht – Erinnerung an Heinrich Böll“ mit dem Schauspieler Günter Barton
und dem Musiker Lars Stoermer ein. Der prominente Namensgeber unserer Stiftung Heinrich Böll (1917-1985)
ist nicht nur als Nobelpreisträger und einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts bekannt,
sondern vor allem als kompromissloser Verfechter einer kritischen Öffentlichkeit. Seine ständige politische
„Einmischung“ stellt bis heute ein Vorbild gesellschaftlichen Engagements dar.

Für ihn begann die Freiheit im Kopf. Wie zeitlos die Schriften Heinrich Bölls sein können, zeigt uns am
9. November in der Burg Beeskow der Schauspieler Günter Barton. Am Saxophon und der Bassklarinette
von Lars Stoermer begleitet, wird er Ausschnitte aus verschiedenen Erzählungen und anderen Schriften
von Heinrich Böll vortragen und demonstriert, dass Literatur nicht nur schön und spannend, sondern
wahrer politischer Sprengstoff sein kann.

Politische Wirkung erzielen Bölls Erzählungen dabei vor allem durch seinen sarkastischen Realismus,
der auch sprachlich passend zum Nachkriegsalltag der sogenannten einfachen Leute geformt wurde.
Seine Figuren stattet Böll mit Vorlieben und Eigenarten aus, die er gut kennt. Er versetzt sie nicht in
eine andere Zeit oder einen anderen erkennbaren Raum. Daher ist Böll immer wieder als Realist bezeichnet worden. Günter Barton und Lars Stoermer erzählen und interpretieren Böll mit feiner, spitzer Zunge in Wort und Ton.
Die klassischen Komponisten (Händel, Dittersdorf, Beethoven) werden stilistisch verfremdet und stehen
in Bezug zu den Texten von Heinrich Böll.


„Was beliebt, ist auch erlaubt"
Wilhelm Busch „ 1832 - 1908                                                                                                      >>

Begleitet von Jens Lindemann mit Flöten, Dudelsack und einer Drehleier

Er ist der letzte große Vertreter des komischen Heldengedichts und wurde mit schadenfrohem Bildwitz
und treffsicheren Karikaturen Vorbild u.a. für Verfasser vom Comics und Cartoons.

Dabei blieb unbemerkt, dass Busch alles andere war als ein gut gelaunter Spaßmacher: sein Humor schillert
in den düstersten Farben. 

Das Fritzchen aus „Trauriges Resultat einer vernachlässigten Erziehung„ ist ein extrem verwöhntes
Bürschchen, das  sich von seinen Eltern immer nur bedienen lässt und heute wohl als Exempel einer
schlimmen Wohlstandverwahrlosung beschrieben würde. Dieses Fritzchen setzt dem Schneider Böckel
mit einer Reihe von Boshaftigkeiten zu, bis dieser in einer Art Kurzschluss den Quälgeist mit einer Schere
ermordet.  Was danach einsetzt, kann man nur als potenzierten Schauerroman lesen. Die Eltern von
Fritzchen kommen auf schauderhafte Weise ums Leben, ein Unschuldiger muss für den Mord mit dem
Tod am Galgen büßen, am Ende begeht der Schneider auf üble Weise Suizid.

Sicher ist jedenfalls, dass Wilhelm Busch keine Illusionen hegte über die Fähigkeit der Spezies Mensch
zu Toleranz und humanistischer Moral. In seinem Alterswerk über den „Maler Klecksel„ reflektiert er auch
seine eigenes Scheitern als Künstler. Die bürgerliche Welt war in seinen Bildergeschichten buchstäblich
zerquetscht, zermahlen und zerstochen worden. Mit seinen Karikaturen des Malers Klecksel nimmt Busch
Abschied von der Bildergeschichten, indem er in bitterer Ironie demonstriert, dass auch die Kunst keine
Gegenwelt aufbauen kann zu der grundsätzlich bösen bürgerlichen Gesellschaft.

Wilhelm Busch hat es ganz gut verstanden, mit der Kunst sein Brot zu erwerben. Aber als glücklichen
Menschen können wir uns den hochbegabten Misanthropen kaum vorstellen.

Nach 1886 zog sich Busch als Komiker zurück und privatisierte noch zwei Jahrzehnte als
„Einsiedler von Wiedensahl„.


In Zeiten des Krieges                                                                                  >>

Konzeption und Texte : Georg Achim
Szenische Lesung: Günter Barton

Menschen zerstören, verletzen und morden seit es sie gibt.
Sie üben täglich unerwartet und unerbittlich Gewalt gegen Fremde,
gegen Nachbarn, ja sogar gegen die eigene Familie aus. Hass,
Aggression, Folter und Kriege scheinen unter uns Menschen
unausrottbar zu sein.
Drei Soldaten und zwei Soldatinnen kämpfen in Kriegen mit ihrem Feind
und mit sich selbst. Macht und Gewalt über Menschen und Situationen
haben sie nur auf Grund ihrer militärischen Ränge. Sobald sie persönlich
in physische Not und Angst geraten, verlieren sie ihre Uniform-Größe.
Als Täter reden und räsonieren drei Soldaten: der afrikanische Jafarka,
der deutsche Jürgen, der Tscheche Jaroslav und zwei Soldatinnen:
die französische Johanna , die amerikanische Jane darüber, wie sie im
Krieg mit ihren Feinden, ihren Opfern und ihrem Selbst, glauben
umgehen zu müssen. Gemeinsam ist ihnen, dass ihre militärischen Ränge,
die ihnen Macht über Menschen und Situationen geben,
sie verführen, eher unmenschlich als menschlich zu sein.

Jarfarka:
Afrikanischer König und zugleich reichs- und ranghöchster Feldherr.
Ihn, wie seinen geliebten Bruder, Magamal fasziniert, jegliche Art von
Kriegen. Beide sexualisieren ihre Gewaltakte und feiern sie auf
kitschig-sadistische Weise. Weil Bestien Jafarkas geliebten Bruder
vernichten, zeugt er sich mittels Technik einen "Sohn". Sein Kriegsgeschoss
zur Eroberung des Kosmos. Beim Jungfernflug wird er von seinem "Sohn"
völlig bedeutungslos einfach nur abgeschüttelt.

Jürgen:

Deutscher, hoher Stabsoffizier im Zweiten Weltkrieg in Paris. In
seinen Tagebüchern konstruiert er sich ein literarisches Verhältnis
zum Schönen und Schrecklichen des Krieges. Eigene Gefühle der Liebe
und Gewalt registriert er distanziert ästhetisch. Mit erlesenen Worten t
er, von seinen Projektionen begeistert Schicksale der anderen. Auf einer
beschreib eleganten Pariser Hotelterrasse, erliegt er am Ende als Voyeur
mit einem Glas Burgunder in der Hand den Schauerlichkeiten eines Bombenangriffs
auf Paris.

Jaroslav:
Ein böhmnischer, „depperter“ Gefreiter. Seiner Meinung nach führen
die Menschen dieser Erde nur Kriege, weil sie sich verpflichtet fühlen,
entsprechend ihrer Ränge, zwanghaft Macht über andere ausüben zu
müssen. Jaroslav weiß auch, dass unerbittliche Zwangsausübung
Menschen die Kontrolle über Vögeln, Fressen, Saufen, Scheißen und
Pinkeln wollüstig oder auch je nach Situation beschämt, verlieren lässt.
Er meint, entzöge man den Kriegern und Kriegerinnen ihre rangbasierte
Macht, gäbe es nicht nur auf der Stelle Frieden und auf Erden, sondern
auch Zufriedenheit in Herz, Kopf und Bauch. Diese außerirdische Utopie
hegt der kluge „Kompanietrottel“ in seinem Monolog nicht vergeblich.
- Ein Wunder geschieht.

Johanna:
Eine christlich ideologische Fanatikerin. Sie will Frankreich im Auftrag
der Gottesmutter von der englischen Besatzung befreien und Frankreich
ihrem König zu Füßen legen. Obwohl sie sich als göttliche Kriegerin einredet,
keinen Mann lieben zu dürfen, um im Himmel einen angemessenen Platz
zu finden, verliebt sich im Kampf. Nach ihrem letzten, siegreichen Gefecht
wird sie vom eigenen Vater angeklagt, ihre Siege mit Hilfe des Teufels
errungen zu haben. Johannas Vision, im Jenseits in den Rang eines Cherubin
erhoben zu werden, erfüllt sich nicht. Der Himmel bleibt für sie verschlossen.

Jane:
Amerikanische Iraksoldatin. Sie ist vor allem Patriotin, zieht aber auch
in den Krieg, um mit ihrem verpfuschten Leben zurecht zu kommen.
Im Krieg, unter den vielen Männern, sieht sie die Chance, ihre Sexualität
in Extremsituationen auszutesten und zu orten. Sie gerät in eine unkontrollierte
sadistische Raserei, und wird verhaftet. Am Ende ihrer Entlassung aus
kurzer Haft begeistert sie sich noch einmal per Handyfotos an ihren
sexuell-sadistischen Eskapaden.